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Burnout
Depressionen und Burnout bei
Lehrerinnen und Lehrern
Mit dem Begriff "Burnout", der in letzter Zeit sehr häufig im Zusammenhang mit
frühzeitigen Lehrerpensionierungen gebraucht wird, verbindet der Fachmann das
"Ausgebranntsein" mit physischer oder psychischer Erschöpfung
aufgrund der beruflichen Situation.
Das Phänomen wurde zuerst bei sozialen
Berufen beobachtet und bei Managern und Lehrern beschrieben. Schon in den 70er
Jahren zeigte FREUDENBERGER viele Situationen auf, bei denen Personen mit einem
großen persönlichen Engagement und hoher Leistungserwartung in diesen
Krankheitszustand verfielen.
Irgendwo habe ich den Satz gelesen, dass ein "Burn-Out" nur jemanden
treffen kann, der vorher "entflammt" war. Da ist etwas Wahres dran. Denn es trifft
in der Tat meistens die, die eine hohe emotionale Bindung an ihre Arbeit haben
und ihr Selbstwertgefühl sehr stark durch den Erfolg in ihrer Arbeit
definieren. Wenn nun Zielvorstellungen nicht erfüllt werden können und noch
mehr Zeit zur Erreichung dieser Erwartungen investiert wird, dann erschöpfen
sich diese Menschen in ihrer Arbeit und brennen aus. |
Immer am Limit - Lehrer und ihr harter Job
"Ich bin jetzt echt frustriert", sagt Charlotte Hornbostel. Ein Satz,
den die Lehrerin der Gesamtschule in Bad-Hersfeld häufig sagt. Genauso
wie ihr Kollege Jürgen Liefke aus Duisburg. Nur den Bruchteil des
Lehrplans haben die beiden in ihren Englisch-Stunden durchbekommen, den
Rest der Zeit mussten sie lärmende Schüler bändigen oder unmotivierte
ermutigen. Nach solchen Stunden fragen sich die Lehrer dann, warum sie
überhaupt bis spät in die Nacht den Unterricht vorbereiten. Ob in Bad
Hersfeld oder Duisburg – überall in Deutschland kämpfen Lehrer mit einer
Fülle neuer Aufgaben und damit mit Stress und Überbelastung. Das Bild
des faulen Lehrers, der viel Freizeit und Ferien genießen kann, macht
Jürgen Liefke richtig wütend. Bis nach Mitternacht korrigiert er oder
telefoniert mit ratlosen Eltern. Und bietet den Schülern in den Ferien
sogar die Nachbereitung des alten und die Vorbereitung des neuen
Schuljahres an. „Das ist es doch, warum wir an diesem Beruf hängen: Dass
wir etwas bei den Kindern bewirken können.“ Dass er an den Rand seiner
Belastungsgrenze geht, will Jürgen Liefke nicht wahrhaben. Und auch
Charlotte Hornbostel ist geschockt, als der Arzt ihr einen beginnenden
Burn out attestiert. Als 35jährige hat sie bereits
Herzrhythmusstörungen, häufig starke Kopfschmerzen und manchmal ein
Rauschen im Ohr. Lehrer sind in den letzten Jahren zu Trainern der
Kinder geworden, da die individuelle Förderung von den Ministerien
vorgeschrieben und die Erziehungsarbeit häufig von den Eltern an die
Pädagogen abgegeben wird. Schüler verbringen inzwischen mehr Zeit
alleine vor dem Computer oder Fernseher als beim Spielen mit Freunden.
Hausaufgaben werden, wenn überhaupt, nebenbei erledigt. "Ganz schlimm
ist es nach dem Wochenende", sagt Charlotte Hornbostel. "Dann sprechen
die nur noch in ihrer Computersprache und haben jede Menge Aggressionen
angestaut." Also sitzen viele Lehrer nach einem prallen Unterrichtstag
mit sozial auffälligen Schülern oder deren Eltern zusammen, diskutieren
mit Polizei, Jugendämtern, überlegen mit Kollegen, ob man Problemschüler
trotz schlechter Noten nicht besser versetzt, nur damit man nachfolgende
Klassen nicht zusätzlich belastet. Dazu kommen neue zentrale Prüfungen
und ausführliche Bewertungen. Die Folge: Immer mehr Lehrer werden krank.
Ulrich Stockem hatte solch einen Zusammenbruch. Und sitzt nun wieder
genesen als Schulleiter vor seinem Lehrer Jürgen Liefke und warnt ihn.
Wenn er weiterhin so viel arbeite, dann drohe auch ihm der Burn out.
Beide wollen einen Plan zur Entlastung erstellen. So viel Unterstützung
erfahren nur wenige Kollegen an der Schule. Als Lehrer Schwäche
zuzugeben, ist immer noch ein großes Tabu.
(Pressetext für 37° am 7.10.2008 um 22.15 Uhr im ZDF - Film von
Katharina Gugel und Ulf Eberle) |
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Das Burnout-Syndrom wird in der
englischsprachigen Welt häufig als Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
bezeichnet (= Chronic Fatigue Syndrome) bezeichnet und wurde bis heute noch nicht eindeutig wissenschaftlich definiert.
Es kann sehr unterschiedliche Symptome zeigen. Als mögliche
Ursachen werden unter anderem anhaltende, unbewältigte Konflikte diskutiert. Es
kommt durch die Erschöpfung zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und zu körperlichen
Beschwerden, die von Kopfschmerzen über Schlafstörungen bis hin zu Verdauungsproblemen reichen.
Sehr eingehend sind die Symptome bei Lehrerinnen und Lehrern untersucht worden.
Dabei ergab sich mit großer Übereinstimmung, dass es sich beim Burnout-Syndrom
um einen Gefühlzustand handelt, der folgende Merkmale aufweist:
- Gefühl der Hilflosigkeit,
- Gefühl des Ausgelaugtseins,
- Distanzierungswünsche von den Schülerinnen
und Schülern,
- Frustriertsein,
- Arbeitsunlust,
- Kompetenzzweifel
- Depressionen,
- Zynismus
- u.a.m.
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Der auslösende Faktor für das Burnout ist sehr
oft die Diskrepanz zwischen den selbst gestellten Zielen und der Konfrontation
mit der schulischen Realität. Wie oft stellt man als Lehrer fest, dass man sich
so gut vorbereitet hat und nach der Unterrichtsstunde doch so wenig erreicht
hat, weil die Schüler und Schülerinnen an diesem Tag völlig andere Interessen
hatten oder überhaupt nicht für das Thema zu begeistern waren. Das frustriert
ganz schön. Dazu kommen dann die schlechten Arbeitsbedingungen und die
Konflikte mit den Kolleginnen und Kollegen oder der Schulleitung. Es steht
nämlich außer Frage, dass eine schlechte Arbeitsatmosphäre durchaus
Burnout-fördernden Charakter hat. Die Ursachen werden also gleichermaßen im
persönlichen wie auch institutionellen Bereich liegen.
Der gesamte Prozess des Ausbrennens vollzieht sich in mehreren Phasen, die mit
der Reduzierung des eigenen Engagements beginnen und bis zur völligen
Hilflosigkeit reichen. |
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Allerdings muss man ja auch sehen, dass trotz der
schlechten Arbeitsbedingungen und des hohen Stresses in der Schule nicht alle
Lehrerinnen und Lehrer vom Burnout bedroht sind. Fast ein Drittel aller Befragten gab an,
dass die Schule durchaus Spaß mache und dass man zufrieden wäre mit dem Job.
Offenbar gehen manche Menschen halt ganz anders mit den Belastungsfaktoren um.
Und das ist genau der Punkt, den die Psychologen inzwischen herausgefunden
haben: Burnout ist ein Phänomen, das mit den spezifischen Reaktionsmechanismen
gekoppelt ist, mit denen jeder Mensch auf die Anforderungen und Konflikte seiner
Arbeitsumgebung reagiert. Und die sind eben sehr unterschiedlich. Das ist nicht
viel anders als das bei Stress und Ärger der Fall, wie
ich das auf den betreffenden Webseiten erläutert habe.
Das bedeutet aber, dass man sehr wohl gegen das Burnout-Syndrom etwas tun kann;
Lehrerinnen und Lehrer müssen lernen, ihre Belastungen besser zu bewältigen.
Die Fachleute schlagen vor, dass sie z.B.
- ihre Lehrerrolle im Gespräch mit Kolleginnen
und Kollegen überprüfen,
- ihre Erwartungshaltung an die Schülerinnen
und Schüler revidieren,
- die Realisierbarkeit ihrer Zielvorstellungen
kritisch untersuchen,,
- sich über Teilerfolge freuen,
- effektive Methoden der Stressbewältigung und
Entspannungstechniken erlernen,
- ihre Arbeitsweise und ihr Zeitmanagement
umstellen,
- sich um tragfähige soziale Beziehungen
bemühen,
- eine kollegiale Supervision organisieren,
- sich in ihrer Freizeit von der Schule
distanzieren.
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| Um festzustellen, ob Sie
vom Burnout gefährdet sind, können Sie bei der Röher Parkklinik einen Fragebogen online dazu
ausfüllen. Sie bekommen anschließend eine kostenlose Auswertung. Dort finden Sie auch weitere Hinweise zum Thema. |
Hier
zum Burnout - Fragebogen klicken! |
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Aufsehen erregte ein Presseartikel von Prof. Klaus Hurrelmann
im September 2007, der aufgrund einer Studie der OECD nachwies, dass die Hälfte
aller Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland über 50 Jahre alt sind und in ihrem
Job überfordert sind. Nach seiner Ansicht sind 25% aller Pädagogen
"ausgebrannt". Die Überforderung der älteren Kolleginnen und Kollegen sei die
Hauptursache für die außerordentlich hohe Zahl von Frühpensionierungen. "Nur
noch etwa 10% aller Lehrer erreichen das Pensionsalter", sagt Hurrelmann. Die
Ursache sieht er unter anderem in der Tatsache, dass viele Fortbildungen nicht
wahrnehmen würden, die sie auf den neuesten Stand der gesellschaftlichen und
technischen Entwicklung bringen könnten. Darum würden sie nicht über genügend
Wissen verfügen, wie Unterrichtsmethoden sinnvoll eingesetzt werden können. Auf
diese Weise würden sie den Kontakt zu den Kindern verlieren , würden ihnen nicht
mehr gerecht auch nicht mehr von ihnen ernstgenommen. Das verstärke das Gefühl
der Überforderung.
Da ist etwas Wahres dran. Viele Kolleginnen und Kollegen nehmen in der Tat die
vielfältigen Fortbildungsangebote nicht wahr und merken nicht, wie sich die
Jugend verändert hat und ganz andere Impulse braucht als vor 30 Jahren.
Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema
beschäftigen wollen, empfehle ich Ihnen den Vortrag von P. BERGER, den dieser
beim Kreisverband Waldeck der GEW gehalten hat. Er ist Dipl.-Psychologe und
arbeitet auf der Privatstation der Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten. Die
Internetadresse mit dem Text des Dokuments ist weiter unten angegeben.
Weiterhin hat sich Professor SCHAARSCHMIDT sehr intensiv mit dem Thema
auseinander gesetzt. In seiner Studie "Stress im Klassenzimmer" hat er
4000 Lehrer nach ihren Belastungen befragt und die Antworten mit 8000
Beschäftigten aus anderen Berufen verglichen. Die Zusammenfassung können Sie
als .pdf-Dokument bei der unten angegebenen Adresse herunterladen.
Sehr praxisbezogen sind die Aufsätze, die Professor SIELAND von der
Universität Lüneburg zu diesem Thema in verschiedenen Zeitschriften
veröffentlicht hat. Sie unter der unten angegebenen Downloadadresse zu finden
und enthalten - wie die anderen auch - ein sehr ausführliches
Literaturverzeichnis.
Wenn Sie nach der Aufzählung der vielen
negativen Faktoren und Beispiele etwas zum Schmunzeln und gleichzeitig zum
Nachdenken benötigen, dann sollten
Sie meinen Text "Der sichere Weg zum Burnout" lesen, den ich für die
Zeitschrift "Schule heute" geschrieben habe. Er ist im Downloadbereich unter dem Namen
burnout.doc
enthalten.
Gute Hinweise und weitere Links finden
Sie auch auf der Webseite von
Carsten Bangert. Er hat ein Buch mit dem Titel "Wenn Lehrer nicht
mehr leben wollen" geschrieben und beschäftigt sich mit Burnout,
Depressionen und den Gründen, die sie verursachen.
Interessant finde ich auch die Einzelaufsätze
in der Broschüre "Arbeitsbelastung" des BLLV.
Hier hat Prof. Dr. Bauer von der Uniklinik in Freiburg das Problem in
seinem Aufsatz "Persönliche und institutionelle Risikofaktoren für
Depression und Burnout bei Lehrkräften" das Problem klar umrissen.
Weiterhin finden Sie darin die Berichte der Ärzte aus der
medizinisch-psychosomatischen Klinik Rosenheim, die sich speziell
mit den spezifischen Belastungen des Lehrerberufs beschäftigen. Auch die
Zusammenfassungen von Prof. Dr. Schaarschmidt und Prof. Dr. Schmitz zu den
Ursachen von Burnout sind höchst aktuell.
Im Dezember 2003 hat Dr. W. Hagemann ein Buch "Burnout von Lehrern"
herausgebracht, das viele gute Einzelkapitel zu der Problematik enthält.
Er integriert auch das Thema Mobbing, zu
dem Sie auf meiner Webseite mehr Einzelheiten finden. |
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Wie schützt die Landesregierung Lehrer und
Lehrerinnen vor der Burn-out-Gefahr? Wortlaut
der Kleinen Anfrage 1277 der Abgeordneten Renate Hendricks, SPD, vom 21.
Dezember 2006:
Ein besseres Arbeitsklima und Trainingsprogramme für Rektoren könnten
die deutschen Lehrer vor dem Burnout schützen. Viele Lehrer und
Lehrerinnen leiden unter Überlastung, Resignation, Burn-out-Gefahr: Fast
zwei Drittel der Lehrer und Lehrerinnen gelten aus beruflichen Gründen
als gesundheitsgefährdet. Ihnen könnte geholfen werden, wenn der
Arbeitsalltag der Lehrer und Lehrerinnen verändert würde. Zu diesem
Ergebnis kommt eine Studie der Universität Potsdam, die gerade
vorgestellt wurde.
Als belastende Faktoren benennt die Studie zu große Klassen,
Problemschüler und hohe Stundenzahlen. Vor allem aber Stress im
Lehrerzimmer. Lehrer und Lehrerinnen geht es dort gut, wo die
Beziehungen im Kollegium durch Offenheit, Interesse füreinander und
gegenseitige Unterstützung gekennzeichnet sind, darauf weist die Studie
hin. Die Potsdamer Wissenschaftler haben ein Programm zur Teambildung
erarbeitet, das in den Schulen eingesetzt werden kann. Dieses Programm
kann nach einem halbjährigen Training in Schulen angewendet werden.
Unter anderem geht es darum, wie Entscheidungen transparenter gemacht
werden können. Wie und wo ein Austausch unter den Kollegen erreicht
werden kann. Außerdem haben die Wissenschaftler einen Fragebogen
entwickelt, mit dem die Lehrer und Lehrerinnen überprüfen können, ob sie
mehr arbeiten als andere Kollegen an anderen Schulen. Ein Ergebnis der
Studie ist, dass hinter einem problematischen Schulklima oft auch eine
nicht so professionelle Schulleitung steckt. Deswegen haben die
Wissenschaftler auch ein Training für Schulleiter ausgearbeitet. Ein
weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die Gesundheitsförderung für
Lehrer und Lehrerinnen vernachlässigt wird. Hilfsprogramme in einzelnen
Schulen können die, durch schlechte Rahmenbedingungen bedingte
Überlastung der Lehrer und Lehrerinnen nicht beseitigen. Die Verfasser
der Studien fordern eine andere Arbeitszeitgestaltung mit längeren
Phasen der Entspannung zwischen
den Stunden. Ich frage die Landesregierung daher:
1. Welche Erkenntnisse gewinnt die Landesregierung aus der Potsdamer
Studie?
2.Welche Konsequenzen beabsichtigt die Landesregierung aus den
gewonnenen Erkenntnissen zu ziehen?
3. Welche Maßnahmen zum Schutz vor Überforderung und zum Erhalt der
Gesundheit von Lehrer und Lehrerinnen werden derzeit in NRW durchgeführt
bzw. angeboten?
Antwort der Ministerin für Schule und Weiterbildung vom 31. Januar
2007 namens der Landesregierung:
Zu den Fragen 1 bis 3.
Die Landesregierung hat die Ergebnisse des Forschungsprojekts an der
Universität Potsdam zur Kenntnis genommen. Zunächst legt die
Landesregierung Wert auf die Feststellung, dass bezüglich der
psychischen Gesundheit der Lehrkräfte sehr differenziert werden muss und
pauschal nicht von „der“ Risikogruppe der Lehrerinnen und Lehrer
gesprochen werden kann. Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
können grundsätzlich nur einem Teilbereich möglicher Belastungen
entgegenwirken, denen Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt sein können. Im
Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes wird für das Ministerium
für Schule und Weiterbildung NRW ein überbetrieblicher
arbeitsmedizinischer und sicherheitstechnischer Dienst, die BAD
(Berufsgenossenschaftlicher arbeitsmedizinischer und
sicherheitstechnischer Dienst) Gesundheitsvorsorge und
Sicherheitstechnik GmbH, tätig. Sie berät und unterstützt seit dem Jahr
2000 die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitungen sowie die
Schulaufsichtsbehörden in allen Fragen des Arbeits- und
Gesundheitsschutzes. Kontakt kann vor Ort über die in allen fünf
Regierungsbezirken vorhandenen Zentren der BAD GmbH oder über eine
zentrale Hotline aufgenommen werden. (...)
Ein gerade abgeschlossenes Pilotprojekt, das an insgesamt 10 Schulen im
Regierungsbezirk Münster erfolgreich durchgeführt wurde, beschäftigte
sich mit der Gefährdungsbeurteilung im Bereich psychischer Belastungen
bei Lehrkräften. Bislang gibt es noch keine validen
Erfassungsmöglichkeiten. Insoweit nimmt das Land NRW mit der
Durchführung dieses Projekts eine gewisse Vorreiterrolle ein. Unter
Verwendung des BAAM-Verfahrens (Beurteilung von Arbeitsinhalten,
Arbeitsorganisation, Mitarbeiterführung und soziale Beziehungen) werden
zunächst die Belastungsschwerpunkte erhoben und anschließend schulintern
Lösungsvorschläge zu deren Beseitigung erarbeitet. (...) Im Übrigen sei
darauf hingewiesen, dass die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen
nicht nur für die Beratung von Schülerinnen und Schülern und deren
Eltern, sondern auch der Lehrerinnen und Lehrer zuständig sind. Die dort
beschäftigten Diplom-Psychologinnen und Psychologen bieten damit
kompetente Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer an, um ihnen bei
deren Problemen im Schulalltag zu helfen.
(aus: Schule heute, März 2007) |
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Weitere Hinweise:
Letzte Aktualisierung am
05.09.08
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