Alaska
| Wenn Sie ein Ferienziel suchen, das nicht
alltäglich, aber ungeheuer faszinierend ist, empfehle ich Ihnen Alaska. Nach mehreren
Reisen kreuz und quer durch Alaska kenne ich mich dort ganz gut aus und habe wertvolle
Tipps für Sie, wenn Sie sich dafür interessieren. |
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Alaska ist riesig groß. Man macht sich keine
Vorstellung von den Entfernungen. Wer schon einmal durch die USA gefahren ist, kann sich
das ungefähr vorstellen. Aber hier gibt es noch viel weniger Menschen. Man begegnet auf
den Highways mehr Elchen als Polizisten.
Man sollte nicht glauben, dass man Alaska in 14 Tagen oder drei Wochen
kennen lernen
kann. Man sucht sich besser eine besondere Region aus und kann sich dann mehr Zeit lassen.
Wer von Süden kommt, sollte deshalb unbedingt ein Stück von Kanada mit einbeziehen, denn
British Columbia zeigt sich hier oben von seiner schönsten Seite.Die Inside Passage bietet sich als
Schiffsreise von Seattle oder von Vancouver an. Sie ist ein besonderes Erlebnis für die,
die die Stille des Meeres, die Schönheit der Fjorde und die graziösen Bewegungen der
Wale lieben, die hier an der Küste entlang ziehen. Man muss allerdings darauf gefasst
sein, dass es ziemlich regnerisch hier ist. In Ketchikan hängt ein großes Hygrometer,
mit der der tägliche "flüssige Sonnenschein " gemessen wird. Die Fähren der
Alaska Marine Highway
fahren den Sommer über alle Städte an, sodass man über Wrangell und Petersburg die
Hauptstadt Juneau erreichen kann. Von dort oder von Haines lohnt sich ein Abstecher mit
dem Flugzeug nach Gustavus mit einer Schiffstour zur Glacier Bay. |
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Wer in Skagway aussteigt, sollte den Chilkoot
Trail entlang wandern oder mit der White Pass Railway die legendäre Goldsucherroute zum
Klondike hochfahren. Es ist eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die über den
Nordzipfel British Columbias an den Yukon führt. Schön ist natürlich auch ein Abstecher
zum Atlin Lake, der abseits von der Touristenstrecke in einer unvergleichlich
schönen Landschaft liegt. Dort kann man sich in echter Einsamkeit erholen. Dabei sind die
Preise wegen des kanadischen Dollars deutlich niedriger als in Alaska. Und
Gold gibt´s in Atlin auch - garantiert! |
| Am Yukon angelangt, ist man erstaunt über
diesen wunderschönen Fluss, den man sich als schlammig und träge vorgestellt hat. Die
Fahrt führt durch faszinierende Taigalandschaften, bis man nach Whitehorse kommt. Hier
spürt man über all den Geist des Klondike Goldrauschs von 1898. Der wird natürlich noch
stärker, wenn man den Klondike Highway bis hinauf nach Dawson City fährt. Man sollte
übrigens seine Quartiere hier oben am Yukon - wie eigentlich überall in Alaska -
möglichst vorbuchen, weil die Orte nicht sehr groß sind und die Bettenkapazität
begrenzt ist. Wer Hotels bevorzugt, findet die Westmark-Kette
in vielen Orten mit gutem Standard und vernünftigen Preisen vertreten. Aber auch Bed
& Breakfast ist durchaus gebräuchlich hier und sehr zu empfehlen. |
| Dawson City am Klondike ist ein Erlebnis! Es
versteht sich von selbst, dass man hier sein Glück beim "gold-panning" sucht.
Das Fieber packt einen spätestens nach einer halben Stunde, wenn man nach
mühevoller Wäsche und einigen Fehlversuchen die ersten Goldkörnchen entdeckt. Nach
einigen Stunden wird man allerdings durch die zu Eis gewordenen Füße, die in den
feuchten Gummistiefeln kleben und die Schmerzen im Rücken wieder in die Wirklichkeit
zurückgerufen. Und wenn man dann 8 Dollar für seine mühsam zusammengekratzten
Goldklümpchen bekommt, erkennt man, dass ein Job als Lehrer in Deutschland doch
gar nicht so
schlecht bezahlt ist. |
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Nördlich von Dawson City geht es wirklich über
den "Top of the World - Highway" in die Einsamkeit des Nordens. Die
Straßen sind allerdings manchmal nicht asphaltiert. Hier findet man nur noch wenige
Touristen, sodass es durchaus nicht selten ist, wie wir es beobachten konnten: Ein Bär
trottet vor uns die Straße entlang. Die kleinen Dörfchen unterwegs sind ein Ur-Erlebnis
für jeden Besucher. Spätestens auf dem Plumpsklo mit zwei Sitzen in Downtown Chicken wird das einem
bewusst.
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Der berühmte "Alcan", der Alaska Highway, ist natürlich gut asphaltiert
und wenig befahren, sodass eine keine Mühe macht, die größeren Städte zu erreichen.
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Überall fährt man durch eine
malerische Landschaft, die im Sommer voll von Blüten und Farben ist. Gerade in
Zentralalaska ist es um diese Zeit angenehm warm und regnet wenig . Wenn man weiter in den
Norden fährt, sind die langen Abende faszinierend: Noch um Mitternacht kann man auf der
Terrasse sitzen und den Tag bei einem guten kalifornischen Wein oder einem Whisky aus
Tennessee genießen.
Fairbanks und Anchorage haben beide ihren besonderen Reiz und warten mit vielen
Sehenswürdigkeiten auf. In den Kaufhäusern ist es zwar etwas teurer als in den übrigen
Bundesstaaten, das Angebot ist aber fast gleich. |
Wenn Sie Zeit haben, sollten Sie von Fairbanks
aus einige Abstecher in den Norden machen. Mit dem Auto lohnen sich Fahrten durch die
Wildnis zu den heißen Quellen in Chena Hot Springs, Circle Hot Springs oder Manley Hot
Springs. Mit dem Flugzeug geht es nach Prudhoe Bay, Nome oder Barrow.
Um eine moderne Eskimosiedlung zu sehen, lohnt sich Barrow am ehesten. Es ist zwar
ernüchternd, dort am nördlichen Eismeer durch die Straßen mit Wellblechhütten zu gehen
und sehr wenig von der Eskimoromantik zu finden. In dem Tundraort mit der unterirdischen
Heizung im Permafrostboden und einem sündhaft teuren Abwässersystem bekommt man aber
sehr schnell ein Verständnis für die Probleme der dort wohnenden Menschen.
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Im Südwesten Alaskas findet man die meisten
Gletscherlandschaften. Der Mount-St-Elias Nationalpark und die Chugach Mountains in der
Nähe von Anchorage eignen sich für Wandertouren aller Art. Selten wird man so viel
unberührte Natur finden wie hier.
Natürlich darf man nicht den Denali Nationalpark vergessen, der wohl die größte
Attraktion ist. Hier ist allerdings immer sehr viel los, weil sich sämtliche Touristen in
den wenigen Unterkünften sammeln, die am Eingang des Parks liegen. Sie sind teuer und
meist lange im voraus ausgebucht. Trotzdem lohnt sich der Besuch. Wir haben beim letzten
Mal allein an einem Tag hier 12 Grizzlies gesehen! |
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Die Menschen, denen man in
Alaska begegnet, sind überaus freundlich und hilfsbereit. Die meisten
Amerikaner, die häufig hierher kommen, sind passionierte Angler. An den
zahlreichen Flüssen, die an der jeder Reiseroute liegen, gibt es Lachse,
Forellen und schmackhafte Fische jeder Art. Die Lachse werden teilweise
über einen Meter groß und finden sich in den Sommermonaten zu Tausenden in
den Flüssen.
Durch die frischen Fische und das zahlreiche Wild ist natürlich die
Küche Alaskas erstklassig. Es gibt eine Menge Spezialitäten, die von
Bärentatzen über Caribousteaks bis zur Rentierwurst reichen. |
| Von Anchorage lohnt sich auch die Fahrt nach
Süden. Die Fahrt am Turnagain Arm wird von einem ständig wechselnden Panorama von
Gletschern und Meer begleitet. Abstecher zum Chugach National Park, zur Crow Creek Mine
und zum Alyeska Resort sind lohnende Wanderziele. Nur 75 km von Anchorage entfernt liegt
der Portage Glacier; von dort ist man schnell mit der Eisenbahn in Whittier, dem Tor zum
Prince William Sound, und kann eine tolle Tour zum Columbia Glacier machen. Am einfachsten
nimmt man die Fähre nach Valdez, die immer einen kleinen Umweg am Gletscher vorbei macht.
Unterwegs sieht man Killerwale, Seehunde und Seeotter. |
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| Wer nicht nach Whittier will, sollte sich einige
Tage für einen Ausflug auf die Kenai Halbinsel gönnen. Sie ist nur zwei Autostunden
weiter südlich und ein Paradies für Angler. Seward ist ein beliebter Ort für Ausflüge
und Hochseefischen. Von hier aus kann man gut mit dem Schiff in den Kenai Fjords National
Park zur Tierbeobachtung fahren. Auf dem Bild
sehen Sie einen Heilbutt, der in den Größen von 1-2m in riesigen Mengen gefangen wird.
Mit jedem Boot kommt man bereits nach wenigen Stunden vollbeladen zurück.
Kenai und Soldotna sind Zentren der Lachsfischerei. Da in den
Sommermonaten die verschiedenen Lachswanderungen in den Flüssen zu beobachten sind, kann
man mit etwas Glück natürlich hier auch die Bären beim Lachsfang beobachten.
Wer ganz viel Zeit hat, kann auch noch weiter bis nach Homer fahren und von dort
aus geführte Touren in die Wildnis unternehmen. Viele Siedlungen sind nur mit dem
Flugzeug oder Boot erreichbar. Hier ist Alaska wirklich noch ursprünglich. Wer richtig
abenteuerlustig ist, der deckt sich hier mit Proviant ein, mietet sich ein Boot oder
lässt sich von einem Buschpiloten an einsame Blockhütten bringen und nach einer gewissen
Zeit wieder abholen. - Natur pur. |
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| Und - vergessen Sie nicht, James
Micheners Buch "ALASKA" zu lesen.
Sie können natürlich auch statt einer
Alaska-Tour auch eine Yukon-Tour machen. Dafür bietet sich Whitehorse als
Ausgangspunkt an, zumal dorthin inzwischen eine direkte Flugverbindung von
Deutschland eingerichtet wurde. Speziell für Goldsucher und Abenteurer
sind natürlich die Möglichkeiten am Klondike ausgesprochen gut. Aus
diesem Grunde habe ich eine gesonderte Webseite zum Thema Goldsuche
am Klondike eingerichtet. Dort befindet sich ein
Motivationsleitfaden für Lehrer, wie man auf einfache und ehrliche Weise
reich werden kann. Er ist besonders als Alternative für die
Altersteilzeit geeignet. Sie sollten ihn lesen, denn den Erfolg kann
ich garantieren! |
| Weitere Nützliche Tipps: |
Internet-Adresse: |
| The Milepost - die Bibel für Alaska
Besucher brauchen Sie unbedingt. Darin ist jeder Meter Alaskas enthalten. Sie bekommen das
Buch bei: |
www.alaskainfo.com |
| Die komplette Reiseplanung können
Sie im Internet mit folgender Adresse machen: |
www.northtoalaska.com |
| Für die Anreise
über Whitehorse eignet sich eine Information mit vielen Links über den
Yukon. |
www.yukoninfo.com |
| Euro-Alaska-Tours hat eine
gute deutsche Webseite mit vielen Hinweisen und Reisevorschlägen. |
www.euroalaskatours.com |
Letzte Aktualisierung dieser Seite am
28.07.11 |