Alaska

Wenn Sie ein Ferienziel suchen, das nicht alltäglich, aber ungeheuer faszinierend ist, empfehle ich Ihnen Alaska. Nach mehreren Reisen kreuz und quer durch Alaska kenne ich mich dort ganz gut aus und habe wertvolle Tipps für Sie, wenn Sie sich dafür interessieren.
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Alaska ist riesig groß. Man macht sich keine Vorstellung von den Entfernungen. Wer schon einmal durch die USA gefahren ist, kann sich das ungefähr vorstellen. Aber hier gibt es noch viel weniger Menschen. Man begegnet auf den Highways mehr Elchen als Polizisten.ak_map.gif (3581 Byte)
Man sollte nicht glauben, dass man Alaska in 14 Tagen oder drei Wochen kennen lernen kann. Man sucht sich besser eine besondere Region aus und kann sich dann mehr Zeit lassen. Wer von Süden kommt, sollte deshalb unbedingt ein Stück von Kanada mit einbeziehen, denn British Columbia zeigt sich hier oben von seiner schönsten Seite.

Die Inside Passage bietet sich als Schiffsreise von Seattle oder von Vancouver an. Sie ist ein besonderes Erlebnis für die, die die Stille des Meeres, die Schönheit der Fjorde und die graziösen Bewegungen der Wale lieben, die hier an der Küste entlang ziehen. Man muss allerdings darauf gefasst sein, dass es ziemlich regnerisch hier ist. In Ketchikan hängt ein großes Hygrometer, mit der der tägliche "flüssige Sonnenschein " gemessen wird. Die Fähren der Alaska Marine Highway fahren den Sommer über alle Städte an, sodass man über Wrangell und Petersburg die Hauptstadt Juneau erreichen kann. Von dort oder von Haines lohnt sich ein Abstecher mit dem Flugzeug nach Gustavus mit einer Schiffstour zur Glacier Bay.

yukon.jpg (13065 Byte) Wer in Skagway aussteigt, sollte den Chilkoot Trail entlang wandern oder mit der White Pass Railway die legendäre Goldsucherroute zum Klondike hochfahren. Es ist eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die über den Nordzipfel British Columbias an den Yukon führt. Schön ist natürlich auch ein Abstecher zum Atlin Lake, der abseits von der Touristenstrecke in einer unvergleichlich schönen Landschaft liegt. Dort kann man sich in echter Einsamkeit erholen. Dabei sind die Preise wegen des kanadischen Dollars deutlich niedriger als in Alaska. Und Gold gibt´s in Atlin auch - garantiert!
Am Yukon angelangt, ist man erstaunt über diesen wunderschönen Fluss, den man sich als schlammig und träge vorgestellt hat. Die Fahrt führt durch faszinierende Taigalandschaften, bis man nach Whitehorse kommt. Hier spürt man über all den Geist des Klondike Goldrauschs von 1898. Der wird natürlich noch stärker, wenn man den Klondike Highway bis hinauf nach Dawson City fährt. Man sollte übrigens seine Quartiere hier oben am Yukon - wie eigentlich überall in Alaska - möglichst vorbuchen, weil die Orte nicht sehr groß sind und die Bettenkapazität begrenzt ist. Wer Hotels bevorzugt, findet die Westmark-Kette in vielen Orten mit gutem Standard und vernünftigen Preisen vertreten. Aber auch Bed & Breakfast ist durchaus gebräuchlich hier und sehr zu empfehlen.
Dawson City am Klondike ist ein Erlebnis! Es versteht sich von selbst, dass man hier sein Glück beim "gold-panning" sucht. Das Fieber packt einen  spätestens nach einer halben Stunde, wenn man nach mühevoller Wäsche und einigen Fehlversuchen die ersten Goldkörnchen entdeckt. Nach einigen Stunden wird man allerdings durch die zu Eis gewordenen Füße, die in den feuchten Gummistiefeln kleben und die Schmerzen im Rücken wieder in die Wirklichkeit zurückgerufen. Und wenn man dann 8 Dollar für seine mühsam zusammengekratzten Goldklümpchen bekommt, erkennt man, dass ein Job als Lehrer in Deutschland doch nicht so schlecht ist. klondike.jpg (22329 Byte)
bear1.jpg (11694 Byte) Nördlich von Dawson City geht es wirklich über den  "Top of the World - Highway" in die Einsamkeit des Nordens. Die Straßen sind allerdings manchmal nicht asphaltiert. Hier findet man nur noch wenige Touristen, sodass es durchaus nicht selten ist, wie wir es beobachten konnten: Ein Bär trottet vor uns die Straße entlang. Die kleinen Dörfchen unterwegs sind ein Ur-Erlebnis für jeden Besucher. Spätestens auf dem Plumpsklo mit zwei Sitzen in Downtown Chicken wird das einem bewusst.
 
Der berühmte "Alcan", der Alaska Highway, ist natürlich gut asphaltiert und wenig befahren, sodass eine keine Mühe macht, die größeren Städte zu erreichen.
richard.jpg (14777 Byte) Überall fährt man durch eine malerische Landschaft, die im Sommer voll von Blüten und Farben ist. Gerade in Zentralalaska ist es um diese Zeit angenehm warm und regnet wenig . Wenn man weiter in den Norden fährt, sind die langen Abende faszinierend: noch um Mitternacht kann man auf der Terrasse sitzen und den Tag bei einem guten kalifornischen Wein oder einem Whisky aus Tennessee genießen.
Fairbanks und Anchorage haben beide ihren besonderen Reiz und warten mit vielen Sehenswürdigkeiten auf. In den Kaufhäusern ist es zwar etwas teurer als in den übrigen Bundesstaaten, das Angebot ist aber fast gleich.
Wenn Sie Zeit haben, sollten Sie von Fairbanks aus einige Abstecher in den Norden machen. Mit dem Auto lohnen sich Fahrten durch die Wildnis zu den heißen Quellen in Chena Hot Springs, Circle Hot Springs oder Manley Hot Springs. Mit dem Flugzeug geht es nach Prudhoe Bay, Nome oder Barrow.
Um eine moderne Eskimosiedlung zu sehen, lohnt sich Barrow am ehesten. Es ist zwar ernüchternd, dort am nördlichen Eismeer durch die Straßen mit Wellblechhütten zu gehen und sehr wenig von der Eskimoromantik zu finden. In dem Tundraort mit der unterirdischen Heizung im Permafrostboden und einem sündhaft teuren Abwässersystem bekommt man aber sehr schnell ein Verständnis für die Probleme der dort wohnenden Menschen.
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exit.jpg (16766 Byte) Im Südwesten Alaskas findet man die meisten Gletscherlandschaften. Der Mount-St-Elias Nationalpark und die Chugach Mountains in der Nähe von Anchorage eignen sich für Wandertouren aller Art. Selten wird man so viel unberührte Natur finden wie hier.
Natürlich darf man nicht den Denali Nationalpark vergessen, der wohl die größte Attraktion ist. Hier ist allerdings immer sehr viel los, weil sich sämtliche Touristen in den wenigen Unterkünften sammeln, die am Eingang des Parks liegen. Sie sind teuer und meist lange im voraus ausgebucht. Trotzdem lohnt sich der Besuch. Wir haben beim letzten Mal allein an einem Tag hier 12 Grizzlies gesehen!
Rotlachs.jpg (15449 Byte) Die Menschen, denen man in Alaska begegnet, sind überaus freundlich und hilfsbereit. Die meisten Amerikaner, die häufig hierher kommen, sind passionierte Angler. An den zahlreichen Flüssen, die an der jeder Reiseroute liegen, gibt es Lachse, Forellen und schmackhafte Fische jeder Art. Die Lachse werden teilweise über einen Meter groß und finden sich in den Sommermonaten zu Tausenden in den Flüssen.
Durch die frischen Fische und das zahlreiche Wild ist natürlich die Küche Alaskas erstklassig. Es gibt eine Menge Spazialitäten, die von Bärentatzen über Caribousteaks bis zur Rentierwurst reichen.
Von Anchorage lohnt sich auch die Fahrt nach Süden. Die Fahrt am Turnagain Arm wird von einem ständig wechselnden Panorama von Gletschern und Meer begleitet. Abstecher zum Chugach National Park, zur Crow Creek Mine und zum Alyeska Resort sind lohnende Wanderziele. Nur 75 km von Anchorage entfernt liegt der Portage Glacier; von dort ist man schnell mit der Eisenbahn in Whittier, dem Tor zum Prince William Sound, und kann eine tolle Tour zum Columbia Glacier machen. Am einfachsten nimmt man die Fähre nach Valdez, die immer einen kleinen Umweg am Gletscher vorbei macht. Unterwegs sieht man Killerwale, Seehunde und Seeotter. chugach.jpg (14117 Byte)
 
Wer nicht nach Whittier will, sollte sich einige Tage für einen Ausflug auf die Kenai Halbinsel gönnen. Sie ist nur zwei Autostunden weiter südlich und ein Paradies für Angler. Seward ist ein beliebter Ort für Ausflüge und Hochseefischen. Von hier aus kann man gut mit dem Schiff in den Kenai Fjords National Park zur Tierbeobachtung fahren.

Auf dem Bild sehen Sie einen Heilbutt, der in den Größen von 1-2m in riesigen Mengen gefangen wird. Mit jedem Boot kommt man bereits nach wenigen Stunden vollbeladen zurück.

Kenai und Soldotna sind Zentren der Lachsfischerei. Da in den Sommermonaten die verschiedenen Lachswanderungen in den Flüssen zu beobachten sind, kann man mit etwas Glück natürlich hier auch die Bären beim Lachsfang beobachten.
Wer ganz viel Zeit hat, kann auch noch weiter bis nach Homer fahren und von dort aus geführte Touren in die Wildnis unternehmen. Viele Siedlungen sind nur mit dem Flugzeug oder Boot erreichbar. Hier ist Alaska wirklich noch ursprünglich. Wer richtig abenteuerlustig ist, der deckt sich hier mit Proviant ein, mietet sich ein Boot oder lässt sich von einem Buschpiloten an einsame Blockhütten bringen und nach einer gewissen Zeit wieder abholen. - Natur pur.

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Und - vergessen Sie nicht, James Micheners Buch "ALASKA" zu lesen.

Sie können natürlich auch statt einer Alaska-Tour auch eine Yukon-Tour machen. Dafür bietet sich Whitehorse als Ausgangspunkt an, zumal dorthin inzwischen eine direkte Flugverbindung von Deutschland eingerichtet wurde. Speziell für Goldsucher und Abenteurer sind natürlich die Möglichkeiten am Klondike ausgesprochen gut. Aus diesem Grunde habe ich eine gesonderte Webseite zum Thema Goldsuche am Klondike eingerichtet. Dort befindet sich ein Motivationsleitfaden für Lehrer, wie man auf einfache und ehrliche Weise reich werden kann. Er ist besonders als Alternative für die Altersteilzeit geeignet. Sie sollten ihn lesen, denn der Erfolg kann garantiert werden!

 

Weitere Nützliche Tipps: Internet-Adresse:
The Milepost - die Bibel für Alaska Besucher brauchen Sie unbedingt. Darin ist jeder Meter Alaskas enthalten. Sie bekommen das Buch bei: www.alaskainfo.com
Die komplette Reiseplanung können Sie im Internet mit folgender Adresse machen: www.north-to-alaska.com
Für die Anreise über Whitehorse eignet sich eine Information mit vielen Links über den Yukon. www.yukoninfo.com
Euro-Alaska-Tours hat eine gute deutsche Webseite mit vielen Hinweisen und Reisevorschlägen. www.euroalaskatours.com

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 23.08.09

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